Geschichte der Travestie

Zwei der bekanntesten Travestierollen sind die Figur der Zaza aus dem Bühnenstück und dem Film "Ein Käfig voller Narren" und Dr. Frank N. Furter aus dem Musical und Film "The Rocky Horror (Picture) Show". Weithin Aufmerksamkeit erreichte 2014 der österreichische Sänger und Travestiekünstler Tom Neuwirth in der Rolle der Conchita Wurst mit dem Sieg beim 59. Eurovision Song Contest.

 

In Deutschland wurden in jüngerer Zeit Darsteller wie Mary & Gordy, Lilo Wanders und Olivia Jones sehr bekannt. Als bekannte fremdländische Künstler wären, neben vielen anderen, Ru Paul (USA) oder Dame Edna (Australien) zu nennen.

 

Travestie-Shows finden in vielen Großstädten in Deutschland statt. Nennenswerte Spielstätten wie das Schmidt Theater und das Pulverfass Cabaret in Hamburg, Theater im Keller in Berlin, das Travestie-Revue-Theater Carte Blanche in Dresden, Gerdas kleine Weltbühne in Mühlheim am Main und der RevuePalast Ruhr in Herten. Neben den festen Spielstätten gibt es auch zahlreiche Travestie-Ensembles, die an unterschiedlichen Spielstätten ihre Kunst darbieten, so wie auch das Travestie-Ensemble "Die Herren Damen lassen bitten!"

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Travestie

 

Geschichte der Travestie

Mann oder Frau? Wer weiß es genau...

 

Aus der Etymologie der beiden lateinischen Wörtern trans („hinüber“) und vestire („kleiden“) entstand die italienische Wortkombination travestire, welche "verkleiden" bedeutet.

 

Travestiekünstler nehmen auf eine parodistische und humoristische Art das andere Geschlecht an. Sie präsentieren auf der Bühne Darbietungen wie Gesang, Conferencen, Tanz, Imitationen großer Künstler, teilweise mit frivoler und anrüchiger Note, bis hin zu humorvollen, komödiantischen Einlagen. Im Theater der griechischen Antike wurden ausnahmslos alle Rollen von Männern gespielt. Sie verwendeten Masken, somit konnte man das Geschlecht und die Geschlechterteilung sehr gut als Rolle erkennen. Im Mittelalter (14 Jhd.) schwappte diese Kunstform über Frankreich nach England. Im 16 Jhd. entstand ein erstklassiges Theaterwesen, das sich in Europa etablierte.

 

Frauen waren auf einer professionellen Bühne unwillkommen und wurden durch junge männliche Schauspieler vertreten.

Das Ballett entwickelte sich im 15. und 16. Jahrhundert aus den an italienischen und französischen Fürstenhöfen aufgeführten Schauspielen; dies war noch keine eigene Kunstform und ausschließlich Männern vorbehalten. Von der Moderne bis heute hat sich die Etablierung des Berufes der Schauspielerei gewandelt.

 

Man redet von Travestiekunst, der „Kunst der Travestie“, der „Kunst der Verwandlung“ und vom Travestiekünstler oder der Travestiekünstlerin, je nach Belieben. Das Repertoire zahlreicher Künstler auf der ganzen Welt geht von der Imitation von Stars über die Parodie derselben bis zur Schaffung eigener Kunstfiguren. Gerne werden exzentrische Diven imitiert, deren Verhalten teilweise als stilbildende Elemente in die eigene Darstellung einfließt. Meist sind die Shows im heiteren Fach eingebürgert, Musik und Gesang spielen oft eine große Rolle.

#DHDLB Travestie Show  Revue der Extraklasse

Mary Morgan (Georg Preusse)

Quelle: agenturrosa.de